
Safari - Fototipps
Übersicht:
Grundsätzliches
DigiCams sind heutzutage nicht mehr wegzudenken. Über Digitalfotografie kann
man im Internet und Zeitschriften genug lesen, daher hier mehr der Aspekt
Safarifotografie.
Leider macht sich in den Medien und damit auch bei den Anwendern die Meinung
breit, alles liege an der Hardware, sprich: Welche DigiCam-Marke, wieviel
Megapixel usw. Tatsächlich ist es aber immer noch hauptsächlich der Fotograf,
der bestimmt, ob ein Bild etwas ist.
Die beste Technik kann nichts taugen, wenn der Fotograf nichts taugt. Will
heissen, man kann auch durchaus mit einfachem Gerät gute Fotos machen. Dies ist
bei all der Technik-Euphorie der letzten Jahre (vor allem seit Einführung der
Digitalfotografie) etwas in Vergessenheit geraten. Ich fotografiere seit meinem
10.Lebensjahr und finde die Digitalfotografie mittlerweile unverzichtbar. (Sehr
gute Analog-Kameras werden heutzutage für sehr wenig Geld verkauft. Neue
Modelle werden nicht mehr auf den Markt kommen). Selbst Spitzen-Naturfotografen
haben längst den Schritt zur digitalen Fotografie gemacht.
Vorteile der digitalen
Fotografie sind die sofortige Ansicht und Bildkontrolle,
die Anpassung der Lichtempfindlichkeit d.h. ISO-Zahl an die jeweiligen
Aufnahmebedingungen (entspr.der Tageszeit), keine Gefährdung von Filmmaterial
durch Röntgenstrahlen bei Flughafen-Kontrollen und schließlich die spätere
Nachbearbeitungsmöglichkeit des Bildmaterials am PC (besonders im RAW-Format).
Kameras
Mittlerweile gibt es einige DigiCams , die auch den Anforderungen einer Safari
genügen. Neuere Digicams sind die Sony Cybershot HX1, Panasonic Lumix FZ38 mit 18x Zoom, Canon Powershot SX1 IS mit 20x Zoom
und die Fuji HS10 mit 30x Zoom. Dies bedeutet bei Letzterer eine Brennweite von 24 bis 720mm. Einen Bildstabilisator bringen diese Kameras ebenfalls mit.
Ein grosses Problem der "kleinen" DigiCams muss deutlich
gesagt werden: Die Einschalt- und die Auslöseverzögerung, die teilweise
relativ hoch ist. Da kann sich beim Auslösen z.B. der Elefant schon mal weiter weg
bewegt haben und man hat nur noch sein geschätztes Hinterteil drauf, ehe viele
DigiCam`s auslösen.
 
Hier sind die digitalen Spiegelreflexkameras ganz klar im Vorteil.
Seit Einführung der Canon 300D und Nikon D50/D70 sind diese mittlerweile auch
bezahlbar geworden. Dieser Kameratypus gilt als robuster und ist aufgrund des
höheren Gewichts auch verwacklungsärmer (als Digicams). Hier ist die Canon
450D für den Amateur wohl eine Empfehlung. Die semiprofessionelle Canon 40D mit 10 Megapixeln und hoher Auslösegeschwindigkeit dürfte schliesslich eine Empfehlung für
Fotofreaks sein. Die Canon 50D bringt nun nicht nur 15
Megapixel, sondern u.a. auch ein besseres Display, einen selbstreinigenden
Sensor und Schutz vor Staub und Feuchtigkeit. Vor allem sind aber die 2 „Customer Programs", d.h.
benutzerdefinierten Einstellungen C1-C2 , die für Fotografen auf Safari interessant sind. So kann man sämtliche, erforderliche
Einstellungen für Wildlife-Aufnahmen eines Raubvogel oder jagenden Geparden von
der Blende über die Auslösegeschwindigkeit bis zur ISO-Einstellung z.B. auf C1
legen. Ein gutes Modell hat auch Nikon mit der D90 herausgebracht.
Die neue Canon 7D ist als semiprofessionelle DSLR eine der Schnellsten und hat für verschiedene Motive und Situationen den passenden AF-Modus. Auch eine Videofunktion ist integriert und man kann somit auf Safari u.U. zwischendurch einen Videoclip machen.
Übrigens sind digitale Spiegelreflexkameras im Unterschied zu analogen Kameras
bei der Einstellung der Filmempfindlichkeit viel flexibler und spielen bei
Einstellungen von ISO 400 und mehr die analogen Filme längst an die Wand. Hier
sieht man nämlich bei ISO 400-800 noch längst keine Grobkörnigkeit.
Wichtiger Tipp: Haben Sie sich für solch eine digitale Spiegelreflexkamera
entschieden, dann fotografieren Sie auf der Safari möglichst im RAW oder
alternativ im RAW+JPG Format. So haben Sie hinterher mehr
Bearbeitungsspielraum !

Objektive
Bei guten Telezoom-Objektiven mit Bildstabilisator überschreitet
der Preis sehr schnell das 2 bis 4fache des Kaufpreises der Kamera. Für die
meisten Safariaufnahmen sind Zoomobjektive bis ca. 200-400 mm gut zu gebrauchen.
Will man jedoch u.a. auch kl. Tiere und Vögel (Adler pp.) formatfüllend
fotografieren, wird man möglicherweise eine längere Brennweite (bzw.
einen Telekonverter) benötigen. Für die Canon ist dies das EF 100-400 4,5-5,6 L
IS USM und für die Nikon das AF 80-400 4,5-5,6. Von den langen
Telezoom-Objektiven ist das Sigma 50-500 / 4- 6,3 ES HSM das Objektiv mit
einem guten Preis-/ Leistungsverhältnis und recht guter Bildqualität. Das Gewicht der Objektive mag zwar u.U. hoch sein, wirkt sich aber
auf Safari (solange es keine Fuß-Safari ist) nicht aus, da Sie ja Ihre Tasche nur
zum Fahrzeug tragen müssen.
Oftmals werde ich von Neueinsteigern gefragt, wie nah man an die Tiere ran kommt.
Für Ostafrika kann ich z.B. sagen: Je nach Nationalpark näher als Sie denken, gleichwohl hat etwas mehr Brennweite noch nie geschadet.
Gute Teleobjektive mit Festbrennweite sind in der Schärfeleistung den Telezooms
unbestritten überlegen, sie spielen aber auch preislich in einer ganz anderen Liga. Deren Anschaffung rentiert sich aber nur für sehr ambitionierten Fotografen
Oft wird ein Weitwinkel-Objektiv (ca. 12-35 mm) vergessen, das für Aufnahmen der Landschaft unverzichtbar ist (um z.B. die Weite der Savanne oder in Namibia der Wüste zu
fotografieren).
Zubehör
Speicherkarten werden zum Glück immer
preiswerter und schneller. Auf Safaris sollten es aber welche von
Markenanbietern, wie Sandisk, Kingston, Lexar o.a. sein. Bei einer schnellen Kamera
wie der Canon 40D bzw. 50D und schnellen Bilderserien z.B. von jagenden Geparden
haben sich Speicherkarten, wie die Sandisk Extreme III bzw. IV wegen ihrer
schnellen Tranfergeschwindigkeit bewährt. Lesen Sie aber in jedem Fall nach,
welche Speicherkarten für Ihr Kameramodel besonders geeignet sind.
Die Möglichkeit Speicherkarten als Medium wiederbeschreiben zu
können, ist das eine, wohin aber während der Safari mit den Fotodaten? Mobile Bildertanks mit eingebauten kl. Festplatten mit 20-120 GB und mehr
sind die kostengünstigen Alternativen zur Anschaffung vieler, grosser
Speicherkarten. Teurer sind Bildertanks mit Display, d.h. Bildanzeige
wie Hyperdrive Colorspace, Jobo Spectator, Archos oder Epson pp. Leider hat sich bei meinem Bildertank herausgestellt, dass das Display zu klein ist, um die Aufnahmen vor Ort anschauen und kontrollieren können. Daher hier mein aktueller Tip: Es kommen derzeit versch. Mini-Notebooks von ASUS, MSI, Medion pp. mit einer Displaygröße von 10", 80 GB Festplatte und dem erträglichen Gewicht von 1 kg auf den Markt. Dies dürfte dann die Alternative zu einem Bildertank sein. Zudem kann das Mini-Notobook
auch als Safari-Reisetagebuch genutzt werden. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass die lange Zeit des Rückfluges am Notebook kurzweiliger vorübergeht, d.h. man kann schon mal das Bildmaterial sichten und auswerten. Für Fotografen, die in RAW fotografieren, empfiehlt sich für die Voransicht das kostenlose Programm Picasa.
> Foto demnächst hier
Klar - ein hochvergüteter UV-Filter
oder „Nur-Glas“-Vorsatz ist in Afrika ein Muss. Er schützt das Objektiv vor
Staub oder Beschädigungen. Eine verkratzte Frontlinse kann ein wertvolles
Objektiv ruinieren.
Zum Schutz des Objektivs einer DigiCam kann ein Objektiv-Tubus (ca.
15-25,-€) mit einem passenden UV-Filter nützlich sein. So ist das Objektiv vor
Staub und Schlag geschützt. Zudem kann man dann ein zusätzlichen Weitwinkel-
oder Televorsatz dranschrauben, der die optische Qualität aber nicht
verbessert. Erhältlich beim Internetauktionshaus eB...
Gegen das Verwackeln auf der Pirschfahrt hilft als Auflage am
Fenster oder am Dach ein Beanbag,
sprich Bohnensack in ca. DIN A4 Grösse. Sie können ihn mit (fertig
erhältlichen) Kirschkernen oder vor Ort mit Bohnen, Reis pp. füllen. Wegen der
hohen Strapazierfähigkeit habe ich mich für einen Bohnensack aus Leder
entschieden. Für kleine Kameras gibt es das Red Pod als Unterlage im Handel.
Ein Stativ ist relativ schwer und im Jeep zu sperrig. Wenn, dann sollte es ein Einbein-Stativ, aus
Gewichtsgründen möglichst aus Carbon sein. Allerdings sind Stative aus Carbon zwar
leicht, aber auch teuer. Eine weitere Möglichkeit ist ein Scheibenstativ mit dem man aus dem Seitenfenster fotografieren kann.
Zur Befestigung an der Dachreeling des Jeeps gibt’s es z.B. von Manfrotto ein Klemmstativ, das allerdings nicht
leicht ist.
> Foto demnächst hier
Zum Thema Stromversorgung: Nehmen
Sie genügend Reserve-Akkus mit.
Meist sind diese z.B. bei eB.. für wenig Geld zu bekommen. Die Wiederaufladung
ist in der Regel kein Problem. Gegebenenfalls kann man auch ein Ladegerät
anschaffen, das über den Autobatterie-Anschluss (Zigarettenanzünder)
angeschlossen werden kann. Die Lodges sind meist recht komfortabel und haben den
ostafrikanisch-englischen 3pol-Stromanschluß mit 220V Strom. Adapter nicht
vergessen. Zur Stromversorgung in Camps sollte man sich bereits vor
Reiseantritt beim Veranstalter erkundigen. In einigen Camps und einfachen
Lodges ist die Stromversorgung oftmals auf einige Stunden beschränkt. Meist
kann man hier die Akkus zur Aufladung an der Rezeption abgeben.
(Namensschildchen auf den Akkus dann nicht vergessen!)
Das abendliche Reinigen der Kamera sollte selbstverständlich sein. Also einen Blasebalg, d.h. Luftpinsel mitnehmen
(das ist so ein Teil mit einem kl. Blaseball dran). Anschliessend den Filter mit
einem Mikrofasertuch reinigen!
Nützlich ist auch eine Display-Schutzfolie,
die gegen Staub und Verkratzen des Displays hilft.
An die Foto-bzw. Videoausstattung werden große Ansprüche gestellt. Man sollte
sich auch mit den landesüblichen Regenzeiten beschäftigen, wobei nicht
automatisch Regenzeit = schlechte Fotozeit heißt. Gewaltige Wolkenformationen
bekommt man eben hauptsächlich in der Regenzeit "drauf". Ist man in
dieser Zeit auf Safari oder auch schon kurz vorher, dann ist eine Kamera-Regenhülle sicher eine
praktische Anschaffung. Eine Plastikeinkaufstüte erfüllt nach meinen
Erfahrungen kurze Zeit seinen Zweck als Behelf, mehr aber auch nicht.
Trockenzeit bedeutet aber in jedem Fall Staubzeit und wer dann mit seinem
Fahrzeug schon mal hinter einem anderen Jeep hergefahren ist, der weiß, was das
bedeutet!
Die Erschütterungen durch das Rütteln und Schütteln während der Jeeptour sind auch nicht ohne. Eine gut gepolsterte Trekking- bzw. Fototasche ist sehr sinnvoll. Empfehlenswert sind
z.B. LowePro und Tamrac. Es gibt viele, verschiedene Modelle, aber denken Sie
dabei auch an die Richtlinien der Fluggesellschaften für Handgepäck und
Grössenbeschränkung (max. 55x40x20 cm), wobei das Gewicht zum Glück für uns
Fotografen meist nicht aufs Freigepäck angerechnet wird.
Tipp: Da eine Safari meist schon teuer genug ist, lohnt es sich vordem Kauf von Kamera und Zubehör bei diversen Preisvergleich-Seiten im Internet
zu recherchieren.
Zum Thema Theorie eine Buchempfehlung:
Uwe Skrzypczak - Wildlife-Fotografie: Mit der Digitalkamera unterwegs in der Serengeti
für alle Einsteiger in die Materie ein Muß, dass ich ihnen nur ans Herz legen kann, für andere eine Bereicherung ihrer Kenntnisse.

Aufnahmetechnik
Wenn Sie sich auf Ihre Safari vorbereiten wollen, dann machen Sie sich vorher
mit Ihrer Kamera vertraut.
Top 1.
Nehmen Sie Ihre Kamera in die Hand und gehen Sie mit Ihrer Bedienungsanleitung
alle Funktionen der Kamera durch. Machen Sie dabei auch entsprechende
Probefotos.
Top 2.
Versuchen Sie mal z.B. die Tauben auf dem Dach Ihres Nachbarn zu fotografieren.
Kontrollieren Sie anschließend die Qualität der Aufnahmen.
Top 3.
Dann besuchen Sie mit Ihrer Kamera einen Zoo und machen dort Testfotos. Aus
Fehlern, die Sie dort machen, können Sie nur lernen! Denn auf der Safari
sollten Sie Ihre Kamera kennen und wissen, wie und welche Einstellungen Sie
machen müssen.

Testaufnahme
mit Canon 20D
Zu den Kamera-Einstellungen: Die ISO-Zahl gibt die
Lichtempfindlichkeit des Pixel-Sensors (ähnlich eines Foto-Films im KB-Format)
an. Standard ist i.d.R. 100. Je höher die ISO-Zahl ist, desto höher ist meist
auch das sogenannte Bildrauschen. Bei guten digitalen Spiegelreflexkameras
tritt dies übrigens erst ab 800-1600 auf. Auch wenn die Lichtverhältnisse in
Ostafrika (dank Sonne) recht gut sind, wird man die ISO-Einstellung nicht zu
niedrig stellen, da man für Tieraufnahmen i.d.R. eine schnelle sog.
Verschlußzeit (ab 1/125s - 1/250s) braucht. Hier bevorzuge ich ISO 200.
Bildgestaltung
Ein wenig "Bildgestaltung" hat noch nie einem Foto
geschadet. Ein halb "abgeschnittenes" Tier ist oft nichts halbes und
nichts ganzes, im wahrsten Sinne des Wortes. Man sollte ein Tier vor der
Aufnahme (nach Möglichkeit) etwas studieren, bis z.B. der Löwe in Richtung
Kamera blickt oder er eben ansetzt, um "herzhaft" zu gähnen. Das sind
dann die Momente, die wir Fotografen bevorzugen, um lebendige Fotos zu machen.
Liegt bzw. blickt das Tier z.B. nach rechts, so sollte es sich in der linken
Bildhälfte befinden. Es blickt dann nämlich ins Bild (und nicht aus dem Bild
heraus).
Das Porträt eines Tieres ist etwas sehr interessantes, dass uns besonders bei
Primaten sehr berührt (Verwandtschaft?). Aber wir sollten auch auf Fotos
versuchen, die umgebende Landschaft mit einzubeziehen. Diese ist Bestandteil
des Landes und dadurch unverwechselbar.
Nehmen wir nur Tiere nah auf, dann heißt es ganz schnell, die Aufnahmen könnten
auch aus dem Zoo stammen.
Für Landschaftsaufnahmen brauchen wir natürlich ein Objektiv in
Weitwinkelstellung.
Es gibt z.B. vom Amboseli Nationalpark keine schöneren Aufnahmen, als solche
mit dem schneebedeckten Kilimanjaro im Hintergrund.

Ablauf einer Safari:
Je nach Safari geht es bereits
morgens vor dem Frühstück um ca. 6:30 Uhr auf die Frühpirsch. Safaris sind
nichts für Langschläfer. Ein Kaffee vor dem Start muss genügen. Eine warme
Jacke, bzw. ein Pullover ist hier im Landesinneren trotz Afrika erforderlich,
denn über Nacht kann es (auch je nach Höhenlage und Jahreszeit) empfindlich
kalt werden.
Nehmen Sie zur Frühpirsch ein lichtstarkes Objektiv mit oder erhöhen Sie die Lichtempfindlichkeit
(ISO-Einstellung) Ihrer Kamera – bei digitalen DSLR´s auf ca. 400-800 ISO ! Mit
einer kleinen Digicamsollten es nicht mehr als 400 sein, denn das Bildrauschen
steigt mit höherer ISO-Einstellung sehr stark an. Zusätzlich sollten Sie Ihre
Digicam auflegen, um Verwacklungen zu vermeiden.
Seien Sie mit Ihrer Kamera ständig bereit: Auch wenn
alles völlig ruhig aussieht – im nächsten Augenblick könnte das Motiv
auftauchen, von dem man gemeinhin nur träumt!
Die Vormittagspirschfahrt startet meist zwischen 8-9 Uhr. Nehmen Sie von Ihrer Fotoausrüstung lieber mehr als
zuwenig mit. Sie wissen ja nicht, welche Motive Sie erwarten. Zudem brauchen
Sie es ja nur bis zum Fahrzeug zu tragen. Reserve-Akkus und Speicherkarten
nicht vergessen. Die ISO-Einstellung werden Sie jetzt meist auf 100 bis 200 ISO
stellen können.
Und für die Safari gilt, lieber dem Fahrer einmal zuviel
"Stop" zurufen, als ein verpasstes Fotomotiv. Die kommen nämlich
erfahrungsgemäß nicht wieder. Scheuen Sie sich auch nicht davor, den Fahrer zu
bitten, den Jeep ein paar Meter vor oder zurück zu setzen.
Während der Mittagpause kehrt man
zurück in die Lodge, es sei denn, man hat eine Ganztages-Pirschfahrt (in
Absprache mit dem Fahrer bzw. laut Programm). Nach dem Essen ist Entspannung
nützlich. Manche legen sich etwas an den Pool, andere machen auch gerne einen
„Fußsafari“ durchs Gelände der Lodge und können dort Tiere, wie Meerkatzen,
Klippschliefer, Agamen, Webervögel, Toko`s und vieles mehr sehen. Das pralle
Licht zur Mittagszeit ist natürlich nicht sehr günstig zum Fotografieren.
Spätestens jetzt sollten Sie Ihre ISO-Einstellung auf einen niedrigen Wert
einstellen. Seien Sie aber bei Ihrem Spaziergang vorsichtig, denn Sie befinden
sich gleichwohl in der Wildnis. Achten Sie darauf, wohin Sie treten und
verlassen Sie in keinem Fall das Gelände der Lodge!
Zur Nachmittagspirschfahrt wird
meist gegen 15:30-16 Uhr gestartet. Währenddessen sollten Sie den eingestellten
ISO-Wert je nach Licht im Auge behalten. Mit etwas Glück erwischen Sie auch
noch einen schönen Sonnenuntergang, bevor Sie zwischen 17:30 und 18:3o Uhr die
Lodge wieder erreichen.
Jeden Abend empfiehlt es sich die
Bilder nach der Rückkehr in die Lodge auf einem Bildertank zu speichern.
Währenddessen sollten Sie Ihre Kamera und Objektiv von Staub und Schmutz
befreien, sprich reinigen. So sind Sie gerüstet für den nächsten Safaritag.
Abschließend:
Was dazu gehört sind neben einer
guten Ausrüstung: Glück, Geduld und eine gehörige Portion Frustfestigkeit. Safari ist trotz Pauschaltourismus
immer noch ein kleines Stück letzte Freiheit und Abenteuer.
Seien Sie nicht enttäuscht, wenn nicht all Ihre Bilder gleich Meisterfotografien werden. Dies ist umso mehr ein
Grund, mal wieder eine Safari in Afrika zu machen.
Denken Sie auch daran, dass berufsmässige Naturfotografen wochen- und monatelang in Afrika Aufnahmen machen. Verglichen
mit dem engen Zeitfenster einer 3-5 tägigen Safari werden Sie daher durchaus mit
Ihrem Bildmaterial zufrieden sein können.

Meine Ausrüstung
Kameras:
Canon 7D / 50D
Objektive:
Tamron 11-18 / 4,5-5,6
Tamron 28-75 / 2,8 XR Di
Canon EF 300 / 4 L IS
Canon EF 500 / 4 L IS
Canon Telekonverter Expander II 1,4x und 2
Blitz:
Canon Speedlite 580 EX II
Better Beamer Teleblitzvorsatz
Diffusor
kabelloser Zweitblitz Electra Slave Flash
Stative:
Manfrotto 055 modifiziert mit Manfrotto Stativkopf 393
Velbon Carbon Sherpa Pro CF 640
Velbon Carbon Einbeinstativ Sherpa Pro Pod 6
Doppel - Bohnensack
Diverses:
Reserve-Akkus
Speicherkarten Sandisk Extreme IV 4 /8GB
Gepe Card Safe
Mikrofasertücher
Blasebalg "Hurrikan"
Bildertank Hyperdrive Colorspace mit 320 GB Festplatte
Mini-Notebook Medion Akoya E1210 mit 500 GB Festplatte
Digicam Canon IXUS 70 als "Immerdabei"
Videoausrüstung
Camcorder Sony HC7
Drucker
Canon IP 4300 - wenn Sie einen Drucker suchen, empfehle ich Ihnen, schauen Sie mal bei www.drucker.de nach

Begriffe:
Individuelle Safari mit gutem Safarianbieter wie Sunworld Safaris in Kenia und Tansania. Bei Fotosafari auf Pirschfahrt mit Tierbeobachtung im Nationalpark und Reservat mit Affen, Antilopen, Flamingos, Geparden, Löwe, Leopard, Elefanten, Giraffen, Nashorn und Zebras. Zur Ansicht in der Fotogalerie. Unterkunft in Lodge oder Camp im Amboseli mit dem Kilimanjaro, Masai Mara, am Mount Kenya, Samburu, Sweetwaters, Ol Pejeta, Solio mit
seinen
Nashörnern, Lake Baringo, Lake Nakuru, Meru und im Tsavo. In Tansania unterwegs mit meiner Canon 40D, Safarifotos machen im Tarangire, am Lake Manyara, Ngorongoro und in der Serengeti. Beachurlaub an der Küste am Diani Beach. Heimflug von Mombasa oder Nairobi.
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